Pressemeldung Nr. 50 vom

Kostenexplosion beim Autobahnprojekt Detlev Schulz-Hendel: Bau der A33 ist nicht haltbar

Darum geht’s

Laut der heutigen (20. März 2018) Berichterstattung der Neuen Osnabrücker Zeitung hat der Bund grünes Licht für weitere Planungen der A33 gegeben. Jüngste Berechnungen eines Wirtschaftsgeografen ergeben, dass die A33 Nord mindestens ihre Einstufung in den Vordinglichen Bedarf verlieren müsste. Mit einer Anfrage wollen die Grünen klären, ob der Bau des Autobahnprojektes unter den neuen Voraussetzungen überhaupt noch zu rechtfertigen ist.

Das sagen die Grünen

Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher

„Die Kosten für die A33 sind am Explodieren! Bei einer Kostensteigerung von etwa 90 Prozent halte ich es für äußerst unverantwortlich, dass die Landesregierung bis heute keine Neubewertung des Projektes in Angriff genommen hat. Ich erwarte, dass sie auf Grundlage von vorliegenden Daten endlich eine ehrliche Neuberechnung der A33 vornimmt – statt mit den Planungen voranzuschreiten.“

„Minister Althusmann sieht offenbar seine Felle wegschwimmen und will mit dem Kopf durch die Wand statt seine Hausaufgaben zu machen: Erst einmal seriös rechnen und dann planen und über 150 Millionen Euro ausgeben.“

„Aus unserer Sicht ist der Bau nicht haltbar: Ein gesunkenes Nutzen-Kosten-Verhältnis, eine hohe Umweltbelastung sowie ein prognostiziertes Verkehrsaufkommen, das wesentlich geringer ausfällt, als 2016 angenommen wurde – es gibt keinen Bedarf mehr für die A33 Nord.“

Zum Hintergrund

Laut Medienberichten sollen die Kosten für den geplanten Neubau der Autobahn 33 Osnabrück/N (A1) – Osnabrück/Belm im Vergleich zu den angegebenen Kosten im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 massiv gestiegen seien: Von ehemals 87 Millionen sollen sie sich auf 145 Millionen Euro erhöht haben. Der Wirtschaftsgeograf Prof. Dr. Jürgen Deiters stellt vor diesem Hintergrund die Einstufung der A33 Nord in den Vordringlichen Bedarf infrage.

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