Kleine Anfrage Wie haben sich Qualität und Verlässlichkeit im niedersächsischen Regionalbahnverkehr in den Jahren 2020 und 2021 entwickelt?

Laut Pünktlichkeitsbilanz hat es bei allen regionalen Bahnunternehmen in Niedersachsen in den Jahren 2018 und 2019 mehr Zugausfälle und Zugverspätungen gegeben als in den Vorjahren. So sollen über Monate z. B. bei der NordWestBahn überdurchschnittlich Bahnverbindungen ausgefallen sein (NWZ, 30.11.2018). Rund ein Viertel der Zugführer soll damals nicht im Dienst gewesen sein. Auch kürzlich wieder thematisierten Medien Unregelmäßigkeiten im Regionalverkehr. Zuletzt hieß es u. a. in der NOZ am 17.11.2021, dass die WestfalenBahn auf der sogenannten Emslandstrecke nicht ausreichend Wagen für den Personenverkehr zur Verfügung stelle, was zu überfüllten Zügen führe.
Während der vierten Welle der Corona-Pandemie seien die AHA-Regeln nicht einzuhalten, und das SPNV-Angebot verliere an Attraktivität. Laut NOZ habe es vor „gut einem Jahr (…) bereits massive Beschwerden gegen die WestfalenBahn gegeben“. Grund dafür sei gewesen, dass das Unternehmen für den Schüler- und Berufsverkehr nur einen anstatt wie üblich zwei aneinander gekoppelte Triebzüge eingesetzt hatte. Infolgedessen sei es „zu erheblichen Platzproblemen gekommen“. Jetzt, ein Jahr später, scheine sich die „Problematik zu wiederholen“.

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