Pressemeldung Nr. 117 vom

Fahrradwende Detlev Schulz-Hendel: Jetzt in Radschnellwege investieren

Darum geht’s

Die Grünen im Landtag unterstützen den Fahrradverband ADFC in seiner Forderung, die Mehreinnahmen des Bundes aus der ausgeweiteten LKW-Maut in den Bau von Radschnellwegen zu investieren. Ein Zehntel der Jahreseinnahmen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro würden laut ADFC ausreichen, um eine Fahrradwende einzuleiten. Die grüne Fraktion fordert zudem die niedersächsische Landesregierung auf, das bisherige rot-grüne Sonderprogramm Radschnellwege mit einem jährlichen Etat von aktuell rund 6 Millionen Euro nicht auslaufen zu lassen, sondern fortzuführen. Die Grünen bemängeln, dass das bisherige Bundesprogramm Radschnellwege mit einem Anteil von 2,5 Millionen Euro für Niedersachsen pro Jahr nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Das sagen die Grünen

Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher

„Radschnellwege sind das A und O beim Umstieg des Berufsverkehrs vom Auto aufs Fahrrad. Wer hier kein Geld in die Hand nimmt, spart ganz klar an der falschen Stelle.“

„Wir fordern Niedersachsen auf, die Trippel- und Rückschritte in der Radverkehrspolitik zu beenden. Immer weniger Menschen fahren hierzulande Rad, immer mehr Auto, weil Radfahren in Niedersachsen unattraktiv ist. Das rot-grüne Sonderprogramm Radschnellwege mit einem Jahresetat von mindestens 6 Millionen Euro ist deswegen unbedingt zu verstetigen.“

„Die GroKo redet fleißig von der Verkehrswende, unternimmt aber faktisch nichts, um die Luft, den Verkehrsfluss, die Lebensqualität und die Sicherheit der Menschen in Niedersachsen zu verbessern.“

Zum Hintergrund

Laut ADFC-Umfrage können sich 45 Prozent der Befragten vorstellen, vom Fahrrad aufs Auto umzusteigen, wenn es denn attraktive Radschnellwege gäbe. In der Folge würde sich laut Berechnung des ADFC der Radverkehr verdoppeln und jede dritte Autofahrt aufs Rad verlagert werden. Mit einer Großen Anfrage setzen die Grünen im Landtag die rot-schwarze Landesregierung unter Handlungsdruck, ihren vollmundigen Worten vom Fahrradland Nummer 1 Taten folgen zu lassen. Der Bau von Radschnellwegen ist dabei ein wichtiger Baustein. Eine erste Teststrecke von vier Kilometer Länge konnte in Göttingen bereits gebaut werden.

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