Kundgebung des Bündnis gegen Rechtsextremismus Eschede Eschede: Detlev Schulz-Hendel engagiert gegen Rechts

Vergangenen Samstag (19.12.20) hat der Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel an der Kundgebung des Bündnis gegen Rechtsextremismus in Eschede teilgenommen. In seiner Rede stellt er sich klar gegen Rechte Gedankengut und die Vereinnahmung ländlicher Räume zum Aufbau rechtsextremer Strukturen.

Detlev Schulz-Hendel:

Die Corona Pandemie ist für uns alle eine Herausforderung, die einiges von uns allen abverlangt. Das Virus schränkt uns ein, aber das Virus darf uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir gerade an einem Ort wie Eschede sehr deutlich aufzeigen müssen, dass Hass, Hetze und Rechtsextremismus keinen Platz in unserer Gesellschaft und in unserer Demokratie haben dürfen. Deshalb freue ich mich ganz besonders heute hier in Eschede Teil der Mahnwache sein zu dürfen.

Und wenn die NPD geglaubt hat, sie kann sich hier in Eschede unbemerkt niederlassen, sie könne hier Hass und Hetze unbemerkt verbreiten, dann hat sie diese Rechnung ohne die engagierten demokratischen Bündnisse hier in der Region gemacht. Es ist wichtig laut, stark, mutig und engagiert und sichtbar aufzuzeigen, dass es hier aber auch an anderen Orten keinen Platz für Rechts gibt.

Wir brauchen starke Bündnisse gegen Rechts sowohl in den Initiativen, aber auch in Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften und auch in Kultur und Bildungseinrichtungen. Mein herzliches Dankeschön geht an alle hier vor Ort, die sich der besorgniserregenden Entwicklung hier vor Ort mit dem NPD Hof entgegenstellen und so unsere Demokratie, unser Grundgesetz und unsere freiheitliche Rechtsstaatlichkeit verteidigen.

Ebenso ist es aber wichtig, dass politische Akteure und auch Verwaltungen ihren Blick schärfen für rechtsextreme und völkische Entwicklungen insbesondere auch in ländlichen Räumen. Denn hier werden bedenkliche Strukturen aufgebaut, die sich nur dann stoppen lassen, wenn sie rechtzeitig erkannt werden. Da dürfen auch Politik und Verwaltungen nicht auf einem Auge blind agieren. Wir alle erleben ein Anstieg des rechtsextremistischen Gefahrenpotential in Deutschland. Der entschiedene Kampf gegen Rechts darf auf allen politischen Ebenen von der Kommunalpolitik über die Landespolitik bis hin zur Bundes- und Europapolitik kein Randthema sein. Meine Kollegin Miriam Staudte und ich haben jüngst mit einer virtuellen Veranstaltung auf die Entwicklung von völkischen Siedlern im ländlichen Raum aufmerksam gemacht.

Wir beobachten zunehmend, dass die ländlichen Räume verstärkt genutzt werden, um Anknüpfungspunkte von Menschen mit völkischen und rassistischen Ideologien zum Ausleben dieser Ideologien zu finden. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung, der wir uns gut vernetzt entgegenstellen müssen. Besonders ist der ländliche Raum in der Lüneburger Heide von dieser Entwicklung betroffen, also die Landkreise Lüneburg, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Harburg aber auch der Heidekreis und weitere Regionen.

Völkische Siedler wählen gezielt Schulen aus und durchsetzen lokale Sportvereine. Als vermeintlich Engagierte versuchen sie auf Kinder und Jugendliche Einfluss zu nehmen und diese für ihre Weltanschauung begeistern zu können. Die autoritäre Erziehung dient einzig dem Ziel, sich auf einen großen Umsturz unserer Demokratie vorzubereiten und das dafür entsprechende Personal heranzuziehen. Auch hier wurde klar, dass wir entschieden gegen diese Entwicklung vorgehen müssen.

Wir werden seitens der Landtagsfraktion und hier insbesondere Miriam Staudte und ich mit weiteren sichtbaren Veranstaltungen im nächsten Jahr anknüpfen, um gerade auch im kommunalpolitischen Raum dafür zu werben, genau hinzuschauen und nicht wegzugucken.

>> Zum Netzwerk Südheide gegen Rechtsextremismus

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