Situation der Jugendwerkstätten Harburg: MdL Schulz-Hendel: Weiterhin keine Planungssicherheit für Jugendwerkstätten

Der Niedersächsische Landtag hat in seiner heutige Sitzung (11. September) mehrheitlich einen Antrag von SPD und CDU zur künftigen Finanzierung der Jugendberufshilfe verabschiedet. Jugendwerkstätten und Pro-Aktiv-Centren begleiten seit über 40 Jahren erfolgreich benachteiligte Jugendliche beim Übergang zwischen Schule und Beruf. Finanziert werden die Einrichtungen seit jeher aus unterschiedlichen Fördertöpfen, unter anderem aus dem Europäischen Sozialfonds.

Mit Auslaufen der aktuellen EU-Förderperiode droht nun ein wesentlicher Finanzierungsbaustein wegzubrechen. Detlev Schulz-Hendel regional für den Landkreis Harburg zuständiger Abgeordneter befürchtet, dass die Finanzierung trotz dieses Beschlusses nicht dauerhaft gewährleistet ist: „Bisher hat die Landesregierung lediglich eine zusammengestrickte Übergangsfinanzierung bis Mitte 2022 in Aussicht gestellt. Eine verlässliche Perspektive sieht anders aus. Nach über 40 Jahren ist es mich nicht nur eine Frage der Wertschätzung, sondern auch des Anstandes, sich dauerhaft zu einem Projekt zu bekennen, das längst zur Regelversorgung gehört.“

Auch hier vor Ort seien die Jugendwerkstatt KOMM in Winsen und die Jugendwerkstatt "Chancen schaffen" in Buchholz i.d.N. sowie das Pro-Aktiv-Center Landkreis Harburg wichtige Ansprechpartner für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen. „Viele Jugendliche sind nach dem Besuch der Jugendwerkstatt in der Lage, eine reguläre Ausbildung aufzunehmen,“ erklärt Schulz-Hendel. „Die unsichere Finanzierung und langwierige Antragsverfahren beeinträchtigen jedoch die inhaltliche Arbeit in den Einrichtungen. Mit einem Landesprogramm hätten die Einrichtungen dauerhaft Planungssicherheit und könnten sich der Arbeit mit dem Jugendlichen widmen.“

 

 

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