Harburg: Vierhöfen Harburg: Sandabbau wird Politikum

Vierhöfen. Der umstrittene Antrag zum Kies- und Sandabbau in Vierhöfen des Baustoffproduzenten Manzke wird nun auch die niedersächsische Landesregierung beschäftigen. Dafür sorgt der Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel (Grüne) aus Amelinghausen. Mit Rückendeckung seiner Fraktion hat er am Montag (10. September) eine Kleine Anfrage auf den Weg gebracht. Auch in einer Stellungnahme gegenüber der LZ schlägt er sich auf die Seite der Bürgerinitiative Vierhöfen, mit der er sich im Sommer getroffen hatte. Unterdessen hat der Landkreis Harburg als Genehmigungsbehörde noch ein paar weitere Fragen mit dem Antragsteller zu klären.

Der dritte Anlauf

Für den Baustoffproduzenten Manzke aus Volkstorf ist es schon der dritte Anlauf, Zugriff auf das vom Land ausgewiesene Vorranggebiet für Rohstoffsicherung zu bekommen. Das Areal zwischen Vierhöfen und Westergellersen beträgt zirka 27,9 Hektar. Die Rohstoffgewinnung soll teilweise im Nassabbau erfolgen. Das treibt nicht nur die Bürgerinitiative, sondern auch die Gemeinde Vierhöfen um. Beide befürchten, dass sich die Geschichte wiederholen könnte. Früher hatte das Kies- und Mörtelwerk Kirchgellersen dort Boden abgebaut und einen Baggersee hinterlassen. Vierhöfener Aktivisten bringen das in Zusammenhang mit vernässten Kellern in der Siedlung einerseits und dem Trockenfallen von natürlichen Quellen auf der anderen Seite.

Der geplante Sandabbau war kürzlich auch Thema im Umweltausschuss des Harburger Kreistags. Demnach soll Manzke seinen Antrag abermals nachbessern, heißt es. In welchen Punkten genau, wollte der Kreis nicht erklären. Kreissprecherin Katja Bendig sagt nur so viel: „Die Antragsunterlagen müssen unter mehreren Gesichtspunkten überarbeitet werden.“ Eine Frist sei nicht gesetzt worden.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier:

https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/1877102-sandabbau-wird-politikum

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