Pressemitteilung zum Webinar: Fossile Rohstoffe im Boden lassen Harburg/Heidekreis: Grüne fordern Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung

Nach wie vor kommen 96 Prozent des in Deutschland geförderten Erdgases und 35 Prozent des Erdöls aus Niedersachsen. Beides hat mit Blick auf den Klimaschutz keine Zukunft. Die Grünen im Landtag wollen den Ausstieg aus der Förderung und Nutzung von Erdöl und Erdgas.

Der für die Region zuständige Landtagsabgeordnete Detlev Schulz-Hendel erklärt: „Wir fordern einen sofortigen Bohr- und Erkundungsstopp und ein verbindliches Enddatum für die Förderung. Auch die Risikotechnologie Fracking muss konsequent verboten werden.“ Mit einem rechtzeitigen Beschluss zum Förderende soll auch vermieden werden, dass – anders als bei Kohle und Atom – hohe Entschädigungszahlungen an die Industrie fällig werden. Schulz-Hendel erläutert:

Die Förderung in den betroffenen Regionen, wie hier im Landkreis Harburg und dem Heidekreis, ist zunehmend umstritten. Leckagen und Grundwasserschäden lassen Zweifel an den Sicherheitsstandards aufkommen. Auch der Verdacht, dass die Förderung mit erhöhten Krebszahlen im Zusammenhang steht, konnte nicht ausgeräumt werden. Dazu kommen die durch die Erdgasförderung ausgelösten Erdbeben.

Am Dienstag, den 15. Dezember um 18 Uhr laden die Grünen im Landtag zu einer Online-Veranstaltung zum Förderausstieg ein. Schulz-Hendel und seine Landtagskollegin Imke Byl hoffen auf breites Interesse in den Förderregionen: „Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!“

Gemeinsam mit Julia Verlinden (energiepolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag), Emily Karius (Fridays for Future Niedersachsen), Birgit Münkner (BI NoMoorGas) und Bernd Ebeling (Umweltexperte und kritischer Sachverständiger) soll darüber diskutiert werden, warum die „heimische“ Förderung von Erdöl und Erdgas beendet werden muss und wie ein Ausstiegsfahrplan gestaltet werden kann.

Anmeldungen sind unter www.gltn.de/webinar-foerderausstieg ab sofort möglich.

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