Pressestatement Lüneburg: Schulz-Hendel & Staudte: Überfüllte Schulbusse nicht hinnehmbar

Die regionalen Landtagsabgeordneten der Grünen Detlev Schulz-Hendel und Miriam Staudte halten die derzeitige Situation mit überfüllten Schulbussen aus Gründen des Infektionsschutzes für nicht hinnehmbar.

Es ist völlig absurd, dass die Kinder in Schulbussen so dicht stehen, dass sie zum Teil bei anderen auf dem Schoß sitzen müssen und in den Schulen muss ein großer Aufwand betrieben werden, um die Hygienekonzepte einzuhalten. Was sollen die Kinder eigentlich von der Entscheidungsfähigkeit der Politik halten?

Die Grünen-Politiker begrüßen, dass sich Landkreise Gedanken zur Entzerrung der Busverkehre machen. Staudte und ihr Kollege Detlev Schulz-Hendel sehen insbesondere die Landesregierung in der Pflicht. „Es kann nicht sein, dass die Landkreise mit diesen Aufgaben allein gelassen werden.“ Daher haben die sie eine Anfrage eingereicht, um die Haltung der die Landesregierung zu dieser Situation abzufragen. „Ich bin sehr gespannt, was die Landesregierung auf die Frage, ob sie den Widerspruch zwischen den überfüllten Bussen und den Vorschriften in den Schulen der Schülerschaft, den Eltern und der Lehrerschaft gegenüber für erklärbar und aus Infektionsschutzgründen für tolerierbar hält,“ so Staudte.

Die Abgeordneten und weitere Kolleg*innen möchten wissen, in welchen Landkreisen und Städten ähnliche Situationen wie in Lüneburg und Lüchow-Dannenberg vorliegen. „Wir brauchen eine Lösung für ganz Niedersachsen.“ Das sieht Staudte nicht nur in einer Entzerrung der Schulanfangszeiten, mehr Fahrradstellplätzen, sondern auch im Einsatz von Verstärkerbussen. „Die Planungen zu versetzten Anfangszeiten scheinen sehr komplex zu sein und werden zum Teil  ja auch erst für das Schuljahr 2022/23 diskutiert. Wir brauchen aber jetzt vor dem erkältungsreichen Herbst und Winter eine Lösung gegen die überfüllten Schulbusse, sonst haben wir vor den Schulen den Stau der Elterntaxis.“ Folglich wird auch die Frage nach finanzieller Unterstützung des Landes abgefragt. „Die Reisebus-Unternehmen haben laut NDR grundsätzlich schon angeboten einzuspringen. Es hängt sicherlich auch von den Konditionen ab. In Corona-Zeiten ist es doch nicht vermittelbar, dass dort die Busse stillstehen und die Schulbusse aus allen Nähten platzen,“ so Schulz-Hendel abschließend.

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