Verlegung Bundesstraße 68 Offener Brief an Minister Scheuer und Minister Althusmann

Sehr geehrter Herr Minister Dr. Althusmann,

immer wieder kommt es auf den Straßen Osnabrücks zu schweren Unfällen unter Beteiligung von Lastkraftwagen. Zuletzt wurde eine Radfahrerin am 7. Juli von einem LKW auf dem Schlosswall überrollt und getötet. Bereits am 17. Januar dieses Jahres starb eine 18-jährige Radfahrerin unter einem LKW an der Pagenstecherstraße. In den letzten neun Jahren kam es zu neun tödlichen Fahrradunfällen unter Beteiligung eines Lastkraftwagens.

Ein Grund für das verhältnismäßig hohe Aufkommen an Schwerlastverkehr in Osnabrück ist der Verlauf der Bundesstraße 68 von Cloppenburg über Osnabrück nach Bielefeld. Sie führt in Osnabrück von Norden kommend über die Bramscher Straße, Hasetorwall, Schlosswall und den Johannistorwall bevor sie das Stadtgebiet über die Iburger Straße wieder verlässt.

Der jüngste tödliche Unfall ging von einem LKW aus, der kein Ziel in der Stadt Osnabrück hatte und nur auf der Durchfahrt war. Um solchen Gefahren vorzubeugen, unterstützen wir den erneuten Vorstoß der Stadt Osnabrück, den Durchgangsverkehr der Bundesstraße 68 aus der Innenstadt heraus auf die umliegenden Autobahnen 1 und 30 zu verlegen.

Vor dem Hintergrund der oben genannten Unfälle mit Todesfolge bitten wir Sie um eine zeitnahe Verlegung der Bundesstraße 68 vom Osnabrücker Stadtgebiet auf die umliegenden Autobahnen.

Bitte unterstützen Sie die Stadt Osnabrück bei Ihren Bestrebungen, die Stadt fahrrad- und fußgängerfreundlich zu machen. Sorgen Sie dafür, dass es keinen durchfahrenden Schwerlastverkehr mehr gibt, der Fußgänger*innen und Radfahrer*innen gefährdet oder tötet.

Die Verlegung der Bundesstraße 68 wäre eine verhältnismäßig einfache und zeitnah zu realisierende Maßnahme, die den Verkehr in Osnabrück spürbar sicherer machen würde.


Mit freundlichen Grüßen

Filiz Polat, MdB

Volker Bajus, MdL

Detlev Schulz-Hendel, MdL 

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