Pressemitteilung zu Alpha-E Schulz-Hendel: Wird der Güterverkehr direkt durch Eschede führen?

Beim Online-Informationsabend der Grünen in Eschede, kam es zu einer Überraschung: „Das die geplanten zusätzlichen Gleise als Umgehung gebaut werden sollen, wurde noch nie im Dialogforum besprochen. Das ist mir neu.“ So Detlev Schulz-Hendel MdL, Wirtschafts- und Verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion. Zu den Gästen gehörte Joachim Partzsch, Sprecher des Projektbeirates Alpha-E. Eine mögliche und umsetzbare Variante enthält den Bau zwei zusätzlicher Gleise von Suderburg bis Celle über Eschede.

Einig sind sich alle Experten: Die Schiene muss zukunftsfähig werden, wir ersticken im LKW-Verkehr und wir brauchen einen Deutschlandtakt. Nach Auffassung des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen Detlev Schulz-Hendel ist das unter Einbeziehung der Ergebnisse aus der Vierreg-Rössler Studie auch ein Ausbau im Bestand möglich. Auch diesem Ansatz stimmte Joachim Partzsch zu. Eine wahrscheinliche und umsetzbare Variante enthält den Bau zwei zusätzlicher Gleise von Suderburg bis Celle über Eschede. Zeitverzögerung durch mögliche Überlegungen bei Eschede eine Umgehung einzurichten, sollten vermieden werden, da diese Überlegungen nicht realistisch sind. Klar ist aber auch, dass für die Natur und die Artenvielfalt so wichtigen Teichgebiete nicht zerstört werden dürfen. 

Wenn die zusätzlichen Gleise entlang der Bestandsstrecke gebaut werden, dann muss Eschede mitwirken, der Bahnhof muss neu konzipiert werden. Die Bahn hat einen barrierefreien Gleiswechsel über die 1,4 km lange Umgehungsstraße als ausreichend angesehen. Die Bahn lobte sich vor einigen Jahren noch selbst, dass die Bahnsteige nun behindertengerecht umgebaut worden sind. „Wir Grünen forderten seit 10 Jahren eine Rampenlösung und erreichten 2015 die Zustimmung des Rates für die Aufnahme in die Städtebauförderung in die 3. Dringlichkeitskategorie. An eine Umsetzung wurde dann aber nicht gearbeitet.“ So die Escheder Grüne Bürgermeisterkandidatin Marlies Petersen verärgert.

Die dritte Aufgabe kommt auf alle Anliegenden Kommunen zu. „Da müssen sie regional zusammenarbeiten. Unterlüß – Eschede – Garßen – Celle. Für den Lärmschutz gibt es gesetzliche Vorschriften, die aber nicht das Optimum für Bevölkerung darstellen. Verwaltung und Politik darf die Menschen vor Ort dabei nicht allein damit lassen“, so Bundestagskandidat Markus Jordan, der selbst vor Ort für einen verbesserten Lärmschutz kämpft und als Umweltexperte in einer Hamburger Verwaltung arbeitet. „Ein aktiver Lärmschutz durch eine durchgehende und ausreichend hohe Wand, müsste als übergesetzlicher Lärmschutz durch eine Initiative der Kommune konkret erstritten werden. So würde der Ort insgesamt von den Umbauten profitieren. “

„In Eschede werden bei der Beplanung des Ortes immer die Varianten eingezeichnet, dass die Bahn zusammen mit der Bundesstraße unseren Ort umfahren werden. Ich war entsetzt darüber, wie wenig sich die Verwaltung und die Mehrheitsparteien um dieses Problem gekümmert haben. Mit mir als Bürgermeisterin wird es eine überörtliche Vernetzung geben. Probleme sehen und frühzeitig handeln. Noch sind wir nicht raus, aber Handeln müssen wir selbst für unsere Menschen vor Ort.“ So Marlies Petersen fest entschlossen. Um die Sache konkret angehen zu können, wird das nächste öffentliche Treffen im Juli vor Ort mit einer Ortsbesichtigung stattfinden. Bei diesem Treffen werden auch die schon vorhandenen Planvarianten der Umgehung der B191 besprochen.„Für Eschede muss aber der Bahnhof erhalten bleiben, der Lärmschutz umgesetzt werden und das vor Baubegin, der noch in diesem Jahrzehnt anvisiert wird“

Zurück zum Pressearchiv