Abgeordneter Schulz-Hendel auf der Pressekonferenz Stelle: Grüner Landtagsabgeordneter spricht sich gegen Aldi-Zentrallager aus

Detlev Schulz-Hendel bei der Pressekonferenz in Stelle.

Daran wird sich der Bürgermeister messen lassen müssen, denn die vielen Einwendungen aber auch Unklarheiten machen deutlich, wie problematisch ein Aldi Logistik Zentrum in Stelle wäre. Ein Hügelgrab in Stelle zu zerstören, obwohl dieses klar zu den Kulturdenkmälern gehört, ist völlig unverständlich, wie auch die Denkmalschutzbehörde mindestens zu Beginn des Verfahrens feststellen musste. Der Schwenk in dieser Beurteilung ist unbedingt aufzuklären. Klar ist auch, dass das Luftgutachten nicht den EU-Grenzwerten für 2030 standhalten kann und dass ein Umweltgutachten mit veralteten Daten aus dem Jahr 2007 arbeitet. Arten wie Wildbienen oder Tagfalter sind nicht erfasst. Ferner wurde bisher ein geschütztes Feuchtbiotop nicht berücksichtig. Dadurch wird sehr deutlich, dass hier offensichtlich etwas durchgepeitscht werden soll, ohne Einwendungen und Bedenken ernst zu nehmen. Bürgernähe sieht anders aus.

Und schlussendlich ist die verkehrliche Entwicklung bei der Entstehung des Logistikzentrums mit allergrößter Sorge zu betrachten. Ich kann an dieser Stelle an die Befürworter des Logistikzentrums appellieren, die Sorgen der Menschen in Stelle ernst zu nehmen, um ein drohendes Klageverfahren abzuwenden. Ein Logistikzentrum ist in Stelle in vielfacher Hinsicht nicht die richtige Entscheidung.“

Matthias Clausen vom Ortsrat Maschen/Horst/Hörsten präsentierte die einstimmig verfasste Resolution gegen den Bau: „Eine Resolution, die einstimmig beschlossen wurde, ist außergewöhnlich. Umso mehr zeigt es, wie sehr die Bürger in Maschen ihre Bedenken bei diesem Steller Großprojekt haben, welches eindeutig auch den Verkehr in Maschen beeinträchtigen wird..“

Auch Rechtsanwalt Felix Machts begleitete die anschließende Ortsentwicklungsausschusssitzung (OEWA) und machte im Vorfeld klar: „Ich beschäftige mich schon lange mit  diesem Thema. Ich werde das Verfahren genau beobachten.“

Die Grünen stehen zusammen; Kathleen Schwerdtner Máñez vom Grünen Kreisvorstand verwies erneut auf die Bedeutung der Fläche für den Artenschutz und wies zudem darauf hin, wie wichtig solche Flächen sind um den Folgen der Klimaerwärmung entgegen zu treten. 

Dawina Reiter aus dem Ortsverband zeigte als Alternative zum Zentrallager eine Möglichkeit auf, diese Fläche als Kultur- und Naturerlebnis zu gestalten und zu erhalten.

Sie alle sehen sich also in ihrer Einschätzung bestätigt.  

Und Helga Schenk machte in der OEWA Sitzung klar: Die denkmalschutzrechtliche und naturschutzrechtliche Befreiung gilt es zu überprüfen. Sie hätten nie erteilt werden dürfen, wenn bekannt gewesen wäre, dass durch das geplante Vorhaben weder Arbeitsplätze noch in nennenswertem Umfang Steuereinnahmen generiert werden. 

Umso bedauerlicher, dass der Ausschuss sich letztlich dennoch für das Zentrallager positioniert hat.

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