Bahnstreckenreaktivierung auch für Lüchow-Dannenberg Verlinden & Schulz-Hendel: Strecke Dannenberg-Lüchow als ersten Schritt!

Smybolbild Streckenreaktivierung © Klaus Haasis/Frühauf

Die regionale grüne Bundestagsabgeordnete Julia Verlinden ist entsetzt, dass die Deutsche Bahn für ihr Streckenreaktivierungsprogramm in Niedersachsen nur eine Strecke für eine Reaktivierung ausgewählt hat. Dafür wurden in den Jahren 1994 und 2015 insgesamt 405 km Schienenstrecke in Niedersachsen stillgelegt. Obwohl über die Reaktivierung weiterer Bahnstrecken in Niedersachsen Einigkeit besteht, fehlt es an einer landeseigenen Konzeption. Die Novellierung des Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) bietet nun die Möglichkeit, Reaktivierungen von Bahnstrecken zu finanzieren. Dabei müssen jetzt die Klimaschutzkriterien bei der Bewertung deutlich mehr Gewicht bekommen. Einerseits soll die Bahn bis 2030 die Fahrgastzahlen verdoppeln, dafür muss eine neue Bundesregierung aber auch die Investitionen in den Schienenverkehr in Niedersachsen in den nächsten 10 Jahren verdoppeln. Das Land muss dafür die Kommunen bei der Erstellung von Machbarkeitsstudien fachlich und finanziell unterstützen. Für den Bereich Lüchow-Dannenberg sollte endlich die lange gewollte Reaktivierung der Strecke Dannenberg bis Lüchow umgesetzt werden und der Lückenschluss nach Salzwedel auf seine Machbarkeit untersucht werden.

Der verkehrspolitische Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion der Grünen, Detlev Schulz-Hendel betont:

Die Wiederinbetriebnahme von Bahnstrecken gehört zum Regionalbahnverkehr und ist somit Landesaufgabe. Verkehrsminister Althusmann hat seit mehr als drei Jahren die notwendigen Potenziale für Streckenreaktivierungen in Niedersachsen ignoriert. Jetzt ist es höchste Zeit, dass die Landesregierung endlich gemeinsam mit den Kommunen geeignete Strecken identifiziert und diese dann zur Bundesförderung anmeldet. Niedersachsen darf in Sachen Streckenreaktivierungen nicht weiter auf dem Abstellgleis stehen bleiben.

 

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