Diskussion mit Detlev Schulz-Hendel in Syke Von der Straße auf die Schiene: Bündnis90/Grüne fordern integrative Mobilitätskonzepte unter Einbeziehung vorhandener Schienenverbindungen

Symbolbild Bahnstrecke © Bild von Unbekannt auf pixabay.com

Nur ab und zu für touristische, an anderer Stelle nur für den Güterverkehr oder auch überhaupt nicht mehr, werden vorhandene Gleise auf vielen Strecken im Landkreis Diepholz genutzt oder auch einfach brach liegen gelassen. Welche Chancen sich bieten eruierten Vertreterinnen und Abgesandte aller Ortsverbände von Bündnis90/Grüne im Landkreis mit aktiven Mitgliedern entsprechender Initiativen und Fachleuten aus der betroffenen Branche im Gespräch mit dem verkehrspolitischen Sprecher der niedersächsischen Landtagsfraktion von Bündnis90/Grüne im niedersächsischen Landtag Detlev Schulz-Hendel.

Es ging insbesondere um die Verbindungen von Syke nach Eystrup, Bassum-Bünde oder besser Bremen-Bielefeld, um die Chancen der Thedinghauser Strecke, um die Reaktivierung des Sulinger Kreuzes und die Verbindung DH - Ni, um eine bessere Taktung und Ausweitung im Regionalverbund, aber auch um eine bessere Anbindung im Fernverkehr z.B. auf der Strecke Bremen-Uelzen-Berlin und der Verbindung über Oldenburg nach Groningen Amsterdam für die vor vielen Jahren sogar eine Transrapidstrecke geplant war.
Gelungene Projekte zur Reaktivierung vorhandener Trassen, leider meist in anderen Bundesländern, aber auch zu erwartende Fördermittel machten Mut.Nicht zuletzt aus Umweltgründen besteht ein Handlungsdruck, der aber scheinbar in den Mehrheitsfraktionen im niedersächsischen Landtag noch nicht gesehen wird. Hier muss Druck von unten kommen, Städte und Landkreise sollten aktiv werden und sich vorbereiten auf die zu erwartenden Fördermittel des Bundes. Die Grünen jedenfalls wollen sich um eine Verbesserung der Situation, um eine Reaktivierung und bessere Nutzung vorhandener Trassen einsetzen.

Dazu erklärt Detlev Schulz-Hendel, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Landtag:

Die Reaktivierung von Bahnstrecken ist gerade für ländliche Räume ein guter Beitrag, um die Mobilität deutlich zu verbessern. Allerdings muss nun Verkehrsminister Althusmann endlich den Gestaltungswillen für mehr Streckenreaktivierungen zeigen und die Potentiale in den ländlichen Räumen wie beispielsweise die Strecken von Syke nach Eystrup oder Bassum-Bünde nutzen. Ein neues Bundesförderprogramm für Streckenreaktivierungen ist in Vorbereitung und insbesondere für niedersächsische Strecken gut geeignet. Das setzt aber voraus, dass die Landesregierung einen Plan zur weiteren Streckenreaktivierungen auf den Tisch bringt, andernfalls werden andere Bundesländer, die bereits vorbereitet sind, bei der Mittelverteilung den Vorrang haben. Bedingungen sind allerdings verlässliche, im kurzen Taktverkehr verkehrende und bezahlbare Bahnverbindungen wie sie an anderen Stellen in unserer Republik oder z.B. in der Schweiz überzeugend funktionieren.

 

 

Zurück zum Pressearchiv